„Soziales Lernen“
-klingt das so nicht schöner als „Social learning”?
– Warum sollen wir doch immer wieder Begriffe, die wir auch auf Deutsch klar und eindeutig ausdrücken können, in einer fremden Sprache, meistens mit einem englischen Wort benennen?
Da ich kein Lerntheoretiker bin, will in dieser Frage nicht klüger als Fachexperten erscheinen, sondern versuche, meine persönlichen Erfahrungen und Gedanken in diesem Bereich des Lernens zu schildern und auf dieser Plattform zu vermitteln.
Was bedeutet Soziales Lernen für mich? – vor allem eine Methode, ein Lern- und nicht weniger ein Lehrverhalten, eine Grundeinstellung, also ein Lernprozess, mit dem man nie früh genug im Leben anfangen und eigentlich nie aufhören soll(te).
Soziales Lernen beginnt, meiner Meinung nach, eigentlich gleich mit der Geburt des Kindes, es funktioniert in der engeren Familie meistens noch prima, dann verliert man diese Kompetenz Schritt für Schritt, je tiefer man in die Welt der schulischen Ausbildung versinkt.
Dann kämpfen wir, vor allem SprachlehrerInnen, unermüdlich dafür, dass die Schüler die gelernten Fremdsprachen nicht nur im Unterricht, sondern auch im wahren Leben hemmungslos anwenden können.
Die Persönlichkeit, das einzelne Individuum wird in der (Schul)gesellschaft immer einsamer, geschlossener, anstatt Tag für Tag offener, kooperativer zu werden.
Leistungsdruck, prüfungsorientierte Ausbildung, zu viel theoretisches Wissen gegenüber dem Praktischen, Karriersucht, …
…diese Begriffe tragen für uns Lehrer eher negative als positive Bedeutungen, die wir in der heutigen Schule trotz aller unseren Überzeugungen akzeptieren sollen, wenn wir „erfolgreiche” Pädagogen sein wollen.
Na, ich bleibe lieber auch weiterhin ein(e) Rebell(in)!
Soziales Lernen bedeutet für mich eine Art Kommunikationsfähigkeit in allen Lernsituationen, auch wenn man beim Lernen Konflikte, Misserfolge erleben muss. Gemeinsame Bewertungen, Analyse helfen uns auch, von diesem zu lernen und profitieren.
Konkrete Beispiele für Soziales Lernen könnte ich hier Vieles aufzählen:
- Zuerst sollte ich die beiden MMF-Kurse (MultiMedia Führerschein D) erwähnen.
Die beste Schulung dazu war, was und wie wir es mit dem gemeinsamen Lernen des E-Journalismus machten.
Dank für Patrizia Tirel, Reinhard Donath, Csaba Glóner und Tünde Kádár, unsere TutorInnen!
- Eigentlich ganz Aehnliches habe ich schon früher im Sport, vor allem in den Ballettstunden erlebt, wo wir durch ständiges Üben und die vielen Improvisationen
mit- und voneinander sehr effektiv gelernt hatten.
(Ich hatte zum Glück fantastische weltberühmte Tanzpädagogen, namens Frau Sára Berczik und Frau Éva Kovács, die Soziales Lernen als Lernmethode schon immer völlig bewusst angewendet hatten.)
Ich glaube, meine Einstellung in hohem Maße auch von ihnen gelernt zu haben.
Unsere Zukunft, unsere Schulen brauchen schon dringend Soziales Lernen, und ich hoffe sehr-sehr darauf, auch wenn ich persönlich mit der Zeit nicht mehr so aktiv dafür sorgen kann.